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NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Dr. Henning Scherf bei Auszeichnung der Claudius-Höfe als „Ort des Fortschritts“

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des Matthias-Claudius- Sozialwerkes Bochum.

Bochumer Claudius-Höfe werden Teil der KlimaExpo.NRW

KlimaExpo.NRW-Geschäftsfu?hrer Dr. Heinrich Dornbusch übergibt die Urkunde an Prof. Dr. Willi Gründer

Mit der Urkundenvergabe wurden die Claudius-Höfe heute offiziell in die Leistungsschau aufgenommen - als 150. Schritt von 1.000 "Schritten in die Zukunft". Schon bei der Planung der Claudius-Höfe band die Stiftung die zukunftigen Mieter in die Entstehung der Solarsiedlung ein - und ließ diese mitbestimmen. Der Gebäudekomplex wurde schließlich im 3-Liter-Standard konzipiert. Damit bleibt der Heizwärmebedarf rund die Hälfte unter der in 2012 gültigen EnEV-Forderung, die ca. 65 kWh/m2a verlangte und auch heute noch als niedrig gilt. Zur Beheizung wird die im Stadtgebiet vorhandene Fernwärme genutzt. Die Warmwasserbereitung wird zu 60 Prozent durch thermische Solaranlagen unterstützt. Das innovative Energiekonzept wird durch großflächige Photovoltaikanlagen ergänzt. Die Claudius-Höfe sind Teil des Programms "50 Solarsiedlungen", welches von der EnergieAgentur.NRW koordiniert und aus Mitteln des Programms progres.nrw vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert wird.

Symbolische Schuhabdrücke: Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der Landesinitiative, übergab dazu die Urkunde und Plakette zur Qualifizierung an den Vorstand der Matthias- Claudius-Stiftung Bochum, Prof. Dr. Willi Gründer. Zudem hat die KlimaExpo.NRW die Schuhabdrücke von Prof. Dr. Willi Gründer genommen, um den 150. von "1.000 Schritten in die Zukunft", die die KlimaExpo.NRW bis zum Jahr 2022 aufzeigt, auch symbolisch zu würdigen: "Die Claudius-Höfe in Bochum zeigen, dass klimafreundliches Bauen und bezahlbarer, lebenswerter Wohnraum keine Widersprüche sind - selbst mitten in der Stadt", so Dornbusch. "Mit ihrem innovativen Energiekonzept und der aktiven Einbeziehung der Mieter verschiedenster Generationen sind die Claudius-Höfe Vorbild für ganz NRW." Klimaschutz und Zusammenleben ohne Barrieren Prof. Dr. Gründer nahm die Anerkennung dankend entgegen: "Wir sind stolz darauf zeigen zu können, dass Klimaschutz auch für Akteure im sozialen Bereich möglich ist. Die neue klimafreundliche Heimat wird den Bedürfnissen der Bewohner gerecht und beherbergt mehrere Generationen." Vor Ort trifft sozialer Wohnungsbau auf Studentenwohnheime, privater Wohnraum auf Gewerbe mit barrierefreien Arbeitsplätzen. Zum Projekt gehören 46 barrierefreie Wohnungen, 15 Stadthäuser, zwei Studentenwohngemeinschaften, ein Hotel mit 18 Doppelzimmern, ein Café, ein Gemeinschaftssaal, eine Gemeinschaftsküche und eine Kapelle. Im Außenbereich lässt der "Garten der Stille" das urbane Umfeld vergessen. Ein Teil der Wohneinheiten wurde als öffentlich geförderter Wohnraum errichtet. Das gesamte Projekt umfasst ca. 6.500 m2 Wohnfläche für rund 200 Bewohner - und ist nicht nur gut für die Menschen und das Zusammenleben vor Ort, sondern auch für das Klima.

Deutscher Bauherrenpreis 2016 für die Claudius-Höfe

„Soziales Großstadt-Dorf“ überzeugt Jury

Berlin – Am 17. Februar 2016 wurden die Preise des Wettbewerbs zum Deutschen Bauherrenpreis 2016 in der Kategorie Neubau verliehen. Unter dem Vorsitz von Muck Petzet, Architekt BDA, zeichnete die Jury zehn Projekte des wichtigsten nationalen Wohnungsbauwettbewerbs mit einem Preis aus, zehn weitere Projekte erhielten eine Besondere Anerkennung.

Mit seinem Leitbild "Hohe Qualität zu tragbaren Kosten" ist der erstmalig 1986 ausgelobte Deutsche Bauherrenpreis der Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten und des Deutschen Städtetages in seinem 30. Jubiläumsjahr hochaktuell. "Treffender und kürzer kann man die Anforderungen an den heutigen Wohnungsneubau nicht beschreiben. Wir brauchen hochwertige und bezahlbare Wohnungen, die auch für die nächsten Generationen attraktiv sind", erklärten die Auslober Axel Gedaschko, Präsident des GdW, Heiner Farwick, Präsident des BDA und Dr. Dieter Salomon, Stellvertreter der Präsidentin des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau, anlässlich der Preisverleihung.   

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, gratulierte den Preisträgern: "Qualitativ hochwertiger und gleichzeitig bezahlbarer Wohnungsneubau ist angesichts der aktuellen Herausforderungen von der Zuwanderung bis hin zur Energiewende aktueller denn je. Ihre Projekte zeigen in beispielhafter Weise, wie mit intelligentem und innovativem Wohnungsbau ein Mehrwert für das Wohnquartier und die Innenentwicklung der Städte erreicht werden kann."

Die Matthias-Claudius-Stiftung hat in Bochum gemeinsam mit Heinle, Wischer und Partner Architekten ihre Erfahrungen im Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in einem integrativen Wohnprojekt umgesetzt, das aufgrund seiner Vielfalt der Wohnangebote, der gelungenen sozialen Mischung und der raffinierten städtebaulichen Gruppierung um einen lebendigen Quartiersplatz zu Recht als "soziales Großstadt-Dorf" bezeichnet wird. Eine besondere Stärke ist das Dienstleistungs- und Kommunikationsangebot am Quartiersplatz, das gezielt Menschen mit Behinderung einbezieht.

Auszeichnung der Claudius-Höfe als „Ort des Fortschritts“

„Das ist die Zukunft“
 
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Dr. Henning Scherf bei Auszeichnung der Claudius-Höfe als „Ort des Fortschritts“

Das integrative Mehrgenerationen-Wohnprojekt Claudius-Höfe in der Bochumer Innenstadt ist am Freitag, 13. Dezember, von NRW-Ministerin Svenja Schulze als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet worden. Das Landesministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung vergibt diese Auszeichnung an Einrichtungen, denen es in hervorragender Weise gelungen ist, ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und einen Lösungsbeitrag zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu geben.
Dass man bei den Begriffen „Fortschritt“ und „Innovation“ vor allem Errungenschaften aus Technik und Wissenschaft im Sinn habe, hält NRW-Ministerin Svenja Schulze für überkommen: „Wir wollen in NRW den Fortschritt für den Menschen in den Vordergrund stellen, die soziale Innovation, mit der wir die Probleme der Gesellschaft in den Griff kriegen“, sagte sie beim Festakt im Saal der Claudius-Höfe.
Das Wohnprojekt bezeichnete sie als ein gelungenes Beispiel gelebter Inklusion: „Wir befinden uns in einem Prozess des Umdenkens. Alle sind auf abstrakter Ebene für Inklusion – hier sehen wir, wir sie funktionieren kann.“ Svenja Schulze lobte zudem, wie technischer und sozialer Fortschritt in den Claudius-Höfen zusammen gehen: „Auch Niedrigenergiehäuser können schön sein.“
Als Festredner hatte das Ministerium, das die Auszeichnung auf Vorschlag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe vergab, Dr. Henning Scherf gewonnen. Der frühere Oberbürgermeister der Stadt Bremen lebt seit 26 Jahren selbst in einem Gemeinschafts-Wohnprojekt und reiste schon einen Tag vor der Auszeichnungsfeier an, um sich mit den Claudius-Höfen vertraut zu machen und mittendrin, im Claudius-Hotel, zu übernachten. „Ich glaube, das ist die Zukunft“, rief er begeistert aus, „so stelle ich mir Stadtentwicklung und Erneuerung vor.“
Dass man nicht allein ist im Alter, dass auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, körperlichen oder geistigen Behinderungen in den Claudius-Höfen gesellschaftliche Teilhabe und auch Arbeitsplätze finden, stellte Henning Scherf lobend heraus. Und aus der eigenen Erfahrung gab er den Bewohnern und Gestaltern des Projekts mit auf den Weg: „Die Nagelprobe eines solchen Projekts ist die Fragen: Sind wir auch füreinander da, wenn wir krank sind und schwach und uns zum Sterben bereit machen?“
Einig war sich Henning Scherf mit Willi Gründer vom Bauherrn Matthias-Claudius-Stiftung darin, wie wichtig es ist, dass die Bürger ihr Zusammenleben auch selbst organisieren: Die Vielfalt von Fähigkeiten, Einstellungen und Inter­essen, so wie sie in den Claudius-Höfen Einzug gehalten habe, werde in vielen gesellschaftlichen Fragestellungen gebraucht. "Nicht alle Fragen selbst zu beantworten, sondern den Menschen für tragfähige Lösungen einen selbstbestimmten Rahmen zu geben, sollte dem Staat deshalb ein herausragendes Anliegen sein."

Das Foto zeigt zeigt Henning Scherf bei seiner Laudatio - weitere Bilder in der Fotogalerie.

Ein Dorf mitten in der Stadt

Die CLAUDIUS-HÖFE sind ein Integratives Mehr-Generationen-Wohn-Projekt der Matthias-Claudius-Stiftung. Der Filmemacher Christoph Böll dreht darüber einen Film.

Dieser 15-minütige Trailer erzählt die Geschichte des Projekts und die Erwartungen zukünftiger Bewohner.

WAZ-Artikel zur Schlüsselübergabe

Zur Fertigstellung der Claudius-Höfe ist eine umfangreicher Artikel in der WAZ erschienen. Hier wird auch das Konzept des integrativen Mehrgenerationenprojekts dargestellt. Den Artikel finden Sie bei den anderen Presseberichten über die Claudius-Höfe.

Den Pressetext zur Fertigstellung der Claudius-Höfe von Florian Kühlen finden Sie hier.

Schlüsselübergabe
Geschäftsführer Joachim Stahlschmidt und Lara-Rebecca Gailer (Verwaltung Claudius-Höfe) übergaben am 01. September die Schlüssel für die Wohnungen der Claudius-Höfe.

Die Schlüssel für die Wohnungen und Häuser der Claudius-Höfe wurden zum 01. September übergeben. Nun zieht Leben in die Claudius-Höfe ein. Die Mieter wurden vom Team der Claudius-Höfe mit Kaffee und Kuchen freundlich empfangen. Alle waren jedoch zunächst auf ihre Wohnungen gespannt, aber nach der Schlüsselübergabe wurde auch das Kuchenangebot dankbar angenommen und es entstanden die ersten Treffpunktgespräche rund um das neue Kommunikationszentrum mit der Gemeinschaftsküche und dem "Ratssaal". Gut, dass das Wetter mitgespielt hat und die Tische schon nach draußen verlagert werden konnten!

Die neuesten Fotos zu den Bautätigkeiten der Claudius-Höfe aus dem Monat September 2012 finden Sie hier.

Es wird eingezogen!

Ein Dorf - mitten in der Stadt

Ein Dorft - mitten in der Stadt. Das sind die Claudius-Höfe. Eingebettet in eine gewachsene Umgebung finden Familien und Singles aller Generationen dort einen neuen Lebensraum - Kinder, Eltern, Großeltern. 180 Menschen mit und ohne Behinderung gestalten gleichberechtigt die gemeinsame Umgebung, leben eine zeitgemäße Balance von Nachbarschaft und Privatsphäre. Die Architektur ist modern und urban. Von Einfamiienhäusern über Geschosswohnungen bis hin zu behindertengerechten Wohnformen und Studentenwohnungen hat das innovative Wohnprojekt alles zu bieten. Ambulante betreute Wohngruppen für Menschen mit Behinderung gehören genauso dazu wie die typischen Treffpunkte und Angebote des Dorfes: ein Rathaus, eine Kirche, eine Schule, ein Wirtshaus, eine Herberge.

Die Idee

Wir wollen jetzt und morgen leben – gemeinsam mit allen Generationen. Niemand geht in den Claudius-Höfen verloren. Wohnen ohne Barrieren. Individuelle Behinderungen, ob durch Alter, Krankheit oder Geburt, werden dadurch gemindert. Jung und Alt übernehmen nach ihren Möglichkeiten Verantwortung für sich und für die Anderen. Es entstehen neue Nachbarschaften.

Das Konzept

Die Vorteile einer dörflichen Gemeinschaft sind Grundlage für das Konzept der Claudius-Höfe. Ihre Architektur mit vielen einladenden Plätzen und Gemeinschaftsräumen fördert lebendige Kommunikation. Seine Bewohner können dort die Gemeinschaft mit Leben erfüllen. Zum verantwortlichen Miteinander gehört auch das Verständnis für gewünschte Nähe und notwendige Distanz.

Lage und Umgebung

Die Claudius-Höfe entstehen als ruhige Oase am Rande der Bochumer Innenstadt auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Fuhrparks an der Düppelstraße. Das etwa 10.000 m² große Grundstück grenzt im Süden an Grünflächen und Gärten. Die Hauptverkehrsstraßen verlaufen in einem gebührenden Abstand.

Und in die Fußgängerzone, zum Rathaus und zu den Kaufhäusern sind es nur wenige hundert Meter. Der Wochenmarkt an der Ferdinandstraße ist ebenfalls „gleich um die Ecke“. Auch der Hauptbahnhof mit seinen Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten liegt in unmittelbarer Nähe.

So sind alle öffentlichen Verkehrsmittel, Busse und Bahnen, die Deutsche Bahn und auch die S-Bahn innerhalb von fünf Minuten erreichbar. Die Claudius-Höfe selbst sind weitgehend autofrei und verfügen über eine Tiefgarage mit etwa fünfzig Stellplätzen.

Interview Radio Bochum zum Baubeginn der Claudius-Höfe. Im März 2011 sind Herr Stahlschmidt und Frau Schumacher von Radio Bochum interviewt worden. Das gesendete Interview können Sie hier nachhören.

Die Claudius-Höfe im Modell

Informationen zur Preisverleihung BMWi-Wettbewerb „Energieoptimiertes Bauen 2009" für die Claudius-Höfe.

Die Forschungsinitiative EnOB hat am 1. Oktober 2008 den BMWi-Wettbewerb "Energieoptimiertes Bauen - Architektur mit Energie" ausgelobt. Hoher Komfort bei minimale Energiebedarfhttp://www.enob.info/de/glossar/akronym/true/#sbakronymmanager44, niedrige Betriebskosten und effiziente Technologien vereint in herausragender Architektur. Das waren die Maßstäbe für die gesuchten Projekte. Mit dem Wettbewerb, der mit insgesamt 100.000 Euro dotiert war, sollten innovative Bauherren, Architekten oder Fachingenieure aufgerufen werden, ihre Neubau- oder Sanierungskonzepte einzureichen und sich um das Preisgeld und eine mögliche Förderung als Modellvorhaben im Forschungsschwerpunkt„Energieoptimiertes Bauen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu bewerben.

 
Im Rahmen der Berliner Energietage wurden dann am 4. Mai 2009 die Preisträger präsentiert. Unter den insgesamt 59 eingereichten Beiträgen wurden zehn gleichrangige Preise vergeben, die hier im Einzelnen vorgestellt werden. Die Darstellung wird in Kürze deutlich erweitert.

 

Zur Bewertung der Jury gelangen Sie hier.

Claudius-Höfe erhalten Architekturpreis des Bundeswirtschaftsministeriums

Der Artikel steht hier zum download bereit.

Neues Wohnen und Leben

Nah an Bochums City entsteht ein neues Viertel. Baubeginn ist im Frühjahr 2009. Eingebettet in eine gewachsene Umgebung finden Familien und Singles aller Generationen in den Claudius-Höfen einen neuen Lebensraum – Kinder, Eltern, Großeltern. Die neue Nachbarschaft wird ihren rund 150 Bewohnern zahlreiche Gelegenheiten zur Beteiligung und Teilhabe bieten. 

Das gesamte Gelände und viele der Wohnungen sind rollstuhlgerecht. Jedes der fünfzehn Einfamilienhäuser und der vierzig Mietwohnungen sind barrierefrei erreichbar. Natürlich auch die ambulant betreuten Wohngruppen für die dort lebenden Menschen mit Behinderung und die in den Claudius-Höfen vorgesehenen Betriebe und Läden.

Das Matthias-Claudius-Sozialwerk (MCS) baut das neue Viertel. Gemeinsames Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung sind für das MCS nicht neu. Seine über 20jährige Erfahrung an zwei Bochumer Schulen ist auch überregional gefragt. Dieser Wissensschatz ist nun eine gute Basis für das Projekt. Auf dieser Basis kann und soll sich schon jetzt jeder zukünftige Mieter in die weiteren Planungen einbringen.