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NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Dr. Henning Scherf bei Auszeichnung der Claudius-Höfe als „Ort des Fortschritts“

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27.04.2017

KU|KU|C mit neuer Website

Informationen zu ClaudiusWISSEN gibt es jetzt auf der

neuen KU|KU|C-Website dort ...

14.10.2016

Leporellos – Die Geschichte gefalteter Bücher in der europäischen Buchgeschichte

Vortrag am Donnerstag  (27.10.) um 19 Uhr im Claudius-Saal der Claudius-Höfe
Nicht jedes Buch hat Seiten. Unter den ungewöhnlichen und aufwändig gestalteten Büchern ist das Leporello ein besonders bemerkenswertes Buchphänomen. Es ist ein Zwitter zwischen der Buchrolle und dem Kodex, dem Buch mit Seiten. Im Unterschied zu einem gebundenen Buch lässt sich ein Leporello entfalten - manchmal sogar auf eine Länge von mehreren Metern. Es bietet damit besondere künstlerische und literarische Möglichkeiten, Inhalte darzulegen und Geschichten zu entwickeln. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Entwicklung dieser eigenwilligen Buchform, die sich in der europäischen Buchgeschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, und stellt einige bemerkenswerte Buchobjekte zeitgenössischer Künstler und Schriftsteller aus unterschiedlichen Kulturen vor.
 
 Als Referenten hören wir Christoph Benjamin Schulz. Er ist Literaturwissenschaftler und Kunsthistoriker. Er hat in Bochum, Berlin und Paris studiert und an der Ruhr-Universität mit einer Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Kulturgeschichte des Blätterns geschrieben und damit promoviert. Aktuell arbeitet er in einem DFG-Projekt an der Forschungsstelle für visuelle Poesie an der Bergischen Universität in Wuppertal. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte von sogenannten Künstlerbüchern und künstlerisch gestalteten Buchobjekten. Neben seiner akademischen Tätigkeit hat er als Kurator verschiedene Ausstellungen für bekannte Museen entwickelt. Dazu gehört unter anderem eine Ausstellung zur Geschichte des Daumenkinos (Kunsthalle Düsseldorf, 2005) und eine Ausstellung zur Rezeption von Lewis Carrolls Alice-Büchern in der bildenden Kunst, die an der Tate Liverpool und in der Hamburger Kunsthalle zu sehen war (2012).

09.09.2016

Weg von der Fürsorge – hin zu mehr Teilhabe

Vortrag und Diskussion am Donnerstag (15.9.) um 19.30 Uhr im Claudius-Saal der Claudius-Höfe - Eintritt frei

(Zugang: Düppelstr. 22 oder Mauritiusstr. 26; Parkmöglichkeit im Parkhaus am Hauptbahnhof)

Referentin: Elisabeth Veldhues, seit 2015 Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen

Noch in diesem Jahr soll ein Bundsteilhabegesetz verabschiedet werden. Es zielt auf eine grundlegende Änderung für Menschen mit Behinderung: weg von der Fürsorge, hin zu mehr Teilhabe. Damit soll ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft unternommen werden.

Wie immer steckt der Teufel im Detail. 

Die Landesbehindertenbeauftragte Elisabeth Veldhues wird einen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussionen geben und die darin angesprochenen Probleme aus Sicht der Landesbehindertenbeauftragten erörtern.

Frau Veldhues ist seit 2015 als Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen tätig und darüber hinaus seit 30 Jahren überzeugte Kommunalpolitikerin mit den Schwerpunkten Sozial- und Gesundheitspolitik.

24.05.2016

Zwischen Hoffnung auf Fortschritt und Schutz der Menschenrechte

 Am 2. Juni ClaudiusWISSEN-Vortrag zur Aufgabe von Ethik-Kommissionen im Rahmen der Forschung am Menschen

Ethikkommissionen beraten und kontrollieren Wissenschaftler, die am Menschen forschen oder forschen wollen. Christine Schnell, geschäftsführende Ärztin und Mitglied der Ethik-Kommission der medizinischen Fakultät der Ruhruniversität, wird am Donnerstagabend (2.6.) um 19.30 Uhr im Claudius-Saal der Claudius-Höfe in Bochum (Zugang bei Düppelstraße 20, 44789 Bochum) über die Geschichte, aktuelle Arbeitsweise und Perspektiven der Ethik-Kommissionen informieren. Eintritt/Spende nach dem Vortrag (mit anschließender Diskussion) nach eigenem Ermessen.

Die Arbeit der Ethik-Komissionen ist geprägt durch das Spannungsfeld zwischen der Hoffnung auf notwendigen Fortschritt und dem Schutz der Menschenrechte. Die ethischen Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen sind aktuell durch die rasenten Fortschritte in der Gentechnologie im besonderen Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Öffentlich geführt wird die Diskussion über Regeln in der Forschung am Menschen aber bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit einer besonderen Wendung durch die Nürnberger Prozesse und die Aufdeckung der im Namen der medizinischen Forschung begangenen verbrecherischen Menschenversuche in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.

12.09.2015

Vortrag "Inklusion: Prinzip oder Haltung?"

2015-09-10-Inklusion-Prinzip-oder-Haltung.pdf

12.09.2015

Inklusion: Prinzip oder Haltung

Diskussionsveranstaltung von KU|KU|C und Haus der Begegnung am 10. September

Der Begriff Inklusion taucht zurzeit vor allem im Zusammenhang von aktuellen Veränderungen in den Schulen auf. Aber nicht nur dort sorgt dieser Begriff für einige Irritationen. Was unterscheidet zum Beispiel Inklusion von Integration? Gemeinsam mit dem Haus der Begegnung (HdB) hat sich KU|KU|C – Kunst und Kultur in den Claudius-Höfen e. V. in den Klärungsprozess eingeschaltet und deswegen zu einer Diskussion über „Verstehen wir Inklusion? So verstehen wir Inklusion!“ am 10. September um 19.30 Uhr in den HdB-Saal eingeladen.

 

Moderiert von Michael Schimmel, WDR-Redakteur (Aktuelle Stunde) und Vater einer Tochter mit Unterstützungsbedarf (Down-Syndrom), haben Dirk Gellesch, Direktor des Bochumer Graf-Engelbert-Gymnasiums, Birte Hackstedt, Leiterin der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum, Werner Hirschmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum, Stefa Kirmse aus dem Vorstand des Stadtteilvereins „Alsenwohnzimmer“, und Jens Niemeier vom inklusiven ClaudiusTHEATER über ihre Ideen und Aktivitäten gesprochen, Inklusion mit Leben zu füllen.

 

Niklas Kreppel von der Evangelischen Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde in Bielefeld (Bethel-Bildungswerk) hat die Diskussion mit einem Impulsreferat zum Thema angefeuert. Er hat drei Kernprobleme bei der Debatte um Inklusion und Integration aufgezeigt: Einerseits Sprachverwirrung, außerdem die „überwiegend ideologische und wenig fachliche Debatte um richtig oder falsch“ und schließlich die unterschiedlichen Absichten, die mit der Inklusion verfolgt werden. Für Kreppel sollte es sich bei Inklusion weniger um ein Prinzip: „Inklusion ist vor allem eine Haltung, das alles auch dem anderen zuzugestehen und dabei zu helfen! Aber es auch mir selber zuzugestehen. Inklusion braucht, dass wir genau hinsehen, was dem anderen wirklich dient. Inklusion braucht Beziehung. Und die braucht Zeit und muss wachsen.“

 

Das Thema Inklusion stand bereits in den vergangenen Wochen im Fokus von drei KU|KU|C-Workshops („Macht Gesellschaft behindert?“, „Geistige Behinderung verstehen lernen“ und „Leichte Sprache“).